Partie blieb lange Zeit offen
Das vorletzte Spiel der Hinrunde in der 2. Bundesliga bestritten die Quedlinburger Scapegoats gegen den
Tabellenführer aus Grimma. Im Training hatten sich die Bodestädter für das Match eine geänderte Taktik
überlegt. In ihren Augen würden die Grimmaer zu Hause wohl das Spiel machen wollen.
Mit dem stark unterbesetzten Kader und der geänderten Taktik gingen sie in das Spiel. Jedoch kam es
anders als erwartet. Die Grimmaer waren alles andere als aggressiv. Sie warteten nämlich kompakt in der
Verteidigung auf den Angriff der Quedlinburger, um dann schnelle Konter zu fahren. Deswegen lagen die
Quedlinburger nun etwas im Vorteil. Sie spielten sich lange Zeit in ihrer Hälfte den Ball zu und ließen die
Grimmaer wenige Ballkontakte. Die Angriffe der Wikinger konnten die Quedlinburger trotz starker Unterbesetzung
effektiv bis zur 37. Minute abwehren. Erst jetzt fand der Ball den Weg durch die Abwehr und den Goalie der
Scapegoats. Aber noch vor der Drittelpause konnten die Harzer mit Tim Hahmann ausgleichen.
Im letzten Drittel setzten die Quedlinburger ihre Taktik nicht mehr konsequent fort und kassierten
prompt innerhalb 3 Minuten zwei Gegentore. Trotz des 2-Tore-Rückstands gaben sie sich nicht auf, sondern
konterten in der 5. Und 6. Spielminute mit zwei Toren durch Felix Dippe und Tim Hahmann.
Dennoch kamen die Sachsen zusehends besser ins Spiel, hatten mehr Ballbesitz und ließen die
Quedlinburger durch schnelle Pässe und Seitenwechsel in ihrer Abwehr rennen. Die schnellen Richtungswechsel
ermüdeten die Beine und erhöhten die Reaktionszeit. Dadurch fanden die Grimmaer Lücken und brauchten meist
nach dem tödlichen Pass nur noch den Lochball einschieben. Dreimal musste Gary Blume noch hinter sich greifen,
bis das Match mit 6:3 aus Sicht der Gastgeber endete und die Quedlinburger die Heimreise antraten, um dann am
nächsten Wochenende hoffentlich mit einem Sieg gegen den USV Halle den Anschluss zum Tabellenkopf halten zu
können.
Für Quedlinburg spielten: Gary Blume (G), Tino Pagel (C), Robert Schaberich, Knut Woldt,
Hannes Naumann, Niels Hauser, Felix Dippe (1), Martin Schaberich, Tim Hahmann (2), Andreas Ebock, Michael
Helbling
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