Scapegoats holen 3 Punkte aus Dresden
Wieder einmal stand den Harzern ein schweres Ligaspiel gegen die "Igels" aus Dresden bevor. Diese hatten sich
nämlich Unterstützung aus dem Mutterland des Unihockeys geholt: Schweden. Dementsprechend angespornt und
wachgerüttelt gingen die Quedlinburger selbstbewusst in das 1. Drittel.
Der Torreigen begann aber nicht in den ersten Minuten, da diese noch von kleinen Unsicherheiten auf
beiden Seiten geprägt waren. Die zarte 1:0 Führung für die Sündenböcke gelang dem Kapitän Christoph Wiederhold
durch einen direktgeschossenen Freistoßerst in der 7. Spielminute. Eine gute Minute später setzte Tino Pagel mit
einem sehenswerten Schuss nach. Die dadurch erleichterten Quedlinburger sprangen auf und bejubelten zusammen
den zweiten Treffer. Nun versuchten sich die Harzer mit schnellerem Passspiel im eigenen Aufbau und der frühen
Störung des Spiels der Dresdner. Den dabei nervös werdenden Elbestädtern unterliefen die einen oder anderen
Fehlpässe. Daraus ergab sich in der letzten Spielminute des 1. Drittels eine brillante Chance für Tim Hahmann
und Felix Dippe. Diese nutzten sie durch gekonnten Doppelpass zum 3:0. Nun dachten die Quedlinburger, dass dies
das letzte Tor vor der Pause gewesen sei. Falsch gedacht. Nur 20 Sekunden später konnten die Dresdner auf 1:3
verkürzen, um dann aber direkt im Anschluss von Niels Hauser die passende Antwort zu bekommen: 4:1. Erst jetzt
ertönte die Sirene zum Verschnaufen und die Scapegoats gingen hochmotiviert in die Kabine.
Im 2. Drittel stellte sich das Harzer Team auf mehr Druck ein und behielt damit recht. Nach 36 Sekunden
überrumpelten die Elbestädter die Scapegoats und verkürzten auf 2:4. Nun gewann die durchaus ausgeglichene
Partie an Härte. Eine 2-Minutenstrafe auf beiden Seiten war die Folge und so spielten zuerst die Dresdner und
danach die Quedlinburger in Unterzahl. Hierbei ergaben sich für beide Seiten gute Gelegenheiten, aber der Ball
prallte entweder an der Abwehr oder am Torhüter ab. Erst nach elf Minuten konnte Tim Hahmann mit genialem Schuss
in die untere rechte Ecke den Bodestädtern ein weiteres Tor schenken. Beide Teams versuchten nun durch
Geschwindigkeitswechsel im Spielaufbau die körperliche Härte herauszunehmen, um den zahlreichen Zuschauern ein
spannendes Spiel zu bieten. In den kommenden Minuten gewannen die Dresdner an Oberhand und kombinierten besser.
Demzufolge schossen sie sich auf ein heißes 4:5 heran. In der allerletzten Sekunde vor der 2. Pause konnte Tino
Pagel das sehr wichtige 6:4 Führungstor dem Dresdner Goalie einschießen.
Im Schlussdrittel lief das ausgeglichene Match schnurstracks zum spannenden Höhepunkt über. Nach
eineinhalb gespielten Minuten verkürzten wieder die "Igels". Neunzig Sekunden später erhöhte Martin Schaberich
auf 7:5. Jetzt fingen sich die Quedlinburger wieder und das Spiel verlor etwas an Tempo. Das Team um Christoph
Wiederhold nahm sich nun fest vor kein weiteres Tor zu kassieren. Zwar mussten sie keine Tore mehr schießen,
aber wozu geht man dann aufs Feld? Deshalb warfen sich die Scapegoats nach vorn, um eine höhere Führung
herauszuspielen. Dadurch entstanden Lücken in der eigenen Abwehr und so mussten die Scapegoats in der 11. Minute
den erneuten Anschlusstreffer hinnehmen. Dieser Torerfolg der Dresdner belebte das Spieltempo von neuem und so
begann in den letzten Minuten ein spannender Unihockeykrimi. Zweieinhalb Minuten vor Spielende konnte Knut Woldt
wieder für Quedlinburg eine Zwei-Tore-Führung herausholen, die 30 Sekunden später von einem Dresdner Spieler
wieder zunichte gemacht wurde. Nun rochen die Elbestädter den Ausgleich und riskierten alles. Sie nahmen ihren
Torhüter heraus und setzten dafür einen weiteren Spieler aufs Parkett, um den Quedlinburgern enorm zuzusetzen.
Die 3 Punkte waren zum greifen nah, der Goalie der Scapegoats, der trotz der 7 Gegentore ein sehr starkes
Spiel ablieferte, heizte seine Vorderleute ein. Die Harzer Abwehr stand nun fester als zuvor und ließ kein
weiteres Tor zu. Der Jubel der Auswechselspieler der Scapegoats übertönte die Dresdner Fans, als die Schlusssirene
aufheulte und sie strömten aufs Spielfeld um zusammen den knappen, aber durchaus verdienten Sieg zu feiern.
"Wir waren gut beraten im 1. Drittel unsere Chancen besser zu nutzen und den nicht wachen Dresdnern
mit der 4:1 Führung eine nicht mehr lösbare Aufgabe zu stellen, sodass wir durch das 8:7 Endergebnis die 3 Punkte
mit nach Hause nehmen konnten."(Niels Hauser)
Für Quedlinburg spielten: Gary Blume (G), Christoph Wiederhold (C) (1), Tino Pagel (2),
Knut Woldt (1), Robert Schaberich, Hannes Naumann, Niels Hauser (1), Felix Dippe (1), Martin Schaberich (1),
Tim Hahmann (1), Christian Kaiser, Aiko Wiederhold
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