Scapegoats mit stärkerem Siegeswillen
[18.11.07] Verstärkung trifft im 2. Drittel ein

Am vergangenen Sonntag reisten die Bodestädter wieder nach Dresden, um wieder einmal die Igels der Elbestadt in der Freiberger Arena in Empfang zu nehmen. Das Hinspiel ging mit dem 8:7 für Quedlinburg weniger als nur knapp aus und es bestand beiden Teams kein leichtes Match bevor, auch wenn das Voting im Internet eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Scapegoats sah.

In der Aufwärmphase und in der ersten Hälfte des ersten Drittels taten sich beide Teams mit dem Hallenboden sichtlich schwer. Es kamen nur wenige hochkarätige Chancen auf beiden Seiten zustande. Erst in der 8. Spielminute konnte Robert Schaberich durch guten Slotpass von Johannes Wurlitzer den Ball einlochen. Den Quedlinburgern gelang es mit diesem Tor jedoch nicht die Oberhand zu gewinnen. Demzufolge klapperte es 3 Minuten später gleich zweifach in ihrem Gehäuse. So galt es nach der Pause erst einmal wieder mehr Ballkontakte zu bekommen, um den 2:1 Rückstand aufzuholen.

So machte der Quedlinburger Kapitän Christoph Wiederhold auch kurzen Prozess und erzielte 20 Sekunden nach Wiederanpfiff den Ausgleich. Durch dieses Tor kam in das Quedlinburger Team etwas Schwung, jedoch blieben schnelle Passkombinationen aus, um die Dresdner unter Druck zu setzen. Erst in einer Überzahl gelang es den Harzern durch Tino Pagel das 3:2 zu schießen. Christoph Wiederhold legte knapp 2 Minuten durch einen schnellen Konter zur 4:2 Führung nach. Den Anschlusstreffer der Gäste konnte Christopher Gruhne durch gezielten Schuss vorbei am Verteidiger ins untere rechte Eck besorgen. Mit der Hilfe von Johannes Wurlitzer, der den verwertbaren Pass von Christoph Wiederhold bekam, konnte Quedlinburg die 2- Tore Führung wieder herstellen.

Die zahlenmäßig überlegenen Quedlinburger spürten, dass den Dresdnern langsam die Puste ausging und so versuchten sie im letzten Drittel das Spiel zu kontrollieren. Auch wenn nicht alle Tore durch sehenswerte Spielzüge herausgespielt wurden, konnten sich Niels Hauser, Johannes Wurlitzer, Tim Hahmann und Andreas Ebock noch auf der Scorerliste eintragen und somit den Punktestand von 5:3 auf 9:4 erhöhen. Den letzten Gegentreffer mussten die Quedlinburger durch eine unglückliche Absprache zwischen Verteidiger und Goalie hinnehmen.

"Das Hinspiel gegen Dresden gefiel mir persönlich spielerisch vom Team besser, auch wenn wir dieses Mal deutlich höher gewinnen konnten. Trotz allem sind diese 3 Punkte für uns sehr wichtig, da das nächste Ligaspiel gegen den SV Grimma deutlich schwerer zu meistern sein wird. Zuvor geht es noch am kommenden Sonntag, den 2. Dezember beim erstmaligen DUB-Pokal bei uns zu Hause gegen den UHC Sparkasse Weißenfels: langjähriger Deutschen Meister in der 1. Bundesliga. Da müssen wir aufpassen, dass wir nicht sprichwörtlich als "Sündenbock" herhalten, damit der UHC sich aus seiner momentanen Torkrise herausschießt." [Niels Hauser]

Weitere Informationen: www.scapegoats-qlb.org


Für Quedlinburg spielten: Gary Blume (G), Christoph Wiederhold (C) (2), Tino Pagel (1), Robert Schaberich (1), Niels Hauser (1), Hannes Naumann, Tim Hahmann (1), Johannes Wurlitzer (2), Felix Dippe, Andreas Ebock (1), Michael Helbling, Christian Kaiser
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