Nach Sieg folgt Niederlage
SV Grimma mauert sich zum Sieg

Am 28. Oktober stand das erste Heimspiel der Quedlinburger Sündenböcke auf dem Terminkalender. In der Vorsaison konnte die TSG gegen den SV 1919 Grimma nicht punkten. An diesem Wochenende wurde es auch nichts mit einem Sieg. Die Partie endete 6:2 aus Sicht der Gäste.
Die zahlreich erschienen Fans mussten sich knapp 9 Minuten gedulden, bis zum ersten Mal der Lochball in einem Tor einschlug. Die Gäste nutzten einen kleinen unachtsamen Augenblick der Quedlinburger aus, um mit 1:0 in Führung zu gehen. Darüber etwas verärgert, kassierten sie im Anschluss gleich das 2:0. Danach geschah am Spielstand im ersten Drittel nichts mehr, aber die Scapegoats fanden zu ihrem Spiel und hatten viele Chancen. Die Grimmaer Wikinger standen jedoch sehr eng in der Verteidigung und waren auf blitzschnelle Konter aus, die den Sündenböcken immer wieder zu schaffen machten.

Zu Beginn des 2. Drittels mussten die Harzer gleich das 3:0 hinnehmen, das wieder aus einer Kontersituation resultierte. Nach dreieinhalb Minuten punkteten erstmals die Sündenböcke. Martin Schaberich konnte einen Abpraller des gegnerischen Goalies glücklich verwandeln.
Aber so richtig wollten ab der Mittellinie keine Pässe vernünftig ankommen und die abgegebenen Schüsse endeten an den Körpern der gegnerischen Spieler oder im Aus. So nutzten die Gäste ihre Ballgewinne und konnten in der 6. Spielminute auf 4:1 erhöhen. Nun fingen die Gäste an in ihrer eigenen Hälfte mit 5 Spielern zu mauern, um es den Quedlinburgern weiter zu erschweren, Tore zu schießen. Nach sehenswerten und kraftzehrendem Alleingang des Kapitäns Christoph Wiederhold klingelte es nach langer Zeit mal wieder im Gästetor: 2:4.

Auch wenn sich beide Mannschaften im spielerischen Können nichts nahmen, nutzten die Wikinger ihren taktischen Vorteil und die 2-Toreführung, um die Sündenböcke unter Druck zu setzen. Die dadurch resultierenden Fehler und der Trainingsrückstand erleichterten den Gästen gefährliche Situationen und Dramatik bei Kontern vor dem Quedlinburger heraufzubeschwören. So waren die letzten beiden Tore fast unausweichlich. Die alte Weisheit, die in allen Sportarten zutrifft, passte auch hier wieder einmal: Wer vorne die Tore nicht macht, bekommt sie hinten eingeschenkt.


Für Quedlinburg spielten: Gary Blume (G), Christoph Wiederhold (C) (1), Tino Pagel, Knut Woldt, Robert Schaberich, Hannes Naumann, Niels Hauser, Felix Dippe, Martin Schaberich (1), Tim Hahmann, Christian Kaiser, Aiko Wiederhold, Hagen Olesch, Andreas Ebock, Gregor Arand, Michael Helbling
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